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Moers reklamiert für Audatex Leadfunktion als Business-Treiber



Audatex-Führungsteam (v.l.): Geschäftsführer Ferdinand Moers, Vertriebsleiter Karsten Schmitt, Dr. Richard Nathschläger, Leiter Region N-GAS, Customer Service-Chef Erik Jahn und Thorsten Böhm, Leiter Produktmanagement.

"Die klare Ausrichtung, die Sie von uns bei AUTOonline kennen, werden wir auch auf Audatex übertragen", versprach Ferdinand Moers vor kurzem den Repräsentanten der Benutzergemeinschaft Audatex (BGA) während der diesjährigen Frühjahrstagung in Fürth. Moers hat offiziell zum 1. Dezember 2011 in Personalunion auch die Geschäfte des Mindener Daten- und Prozessdienstleisters übernommen (wir berichteten), nachdem er seit mehreren Jahren bereits die Geschäfte der Neusser Restwertbörse leitet, die zwischenzeitlich unangefochtene Nummer Eins in Europa ist.

Marktverantwortung in Deutschland und NGAS-Region wieder geordnet

Den auf der BGA-Tagung versammelten Repräsentanten aus rund 50 Versicherungsgesellschaften, die heute der Benutzergemeinschaft angehören, dankte Moers ausdrücklich für deren "Vertrauen" in den zurückliegenden Monaten. Diese waren geprägt vom Abgang seines Vorgängers Werner von Hebel, der den Weg in die Selbstständigkeit antrat, aber auch durch die schwere Erkrankung des niederländischen Regionsverantwortlichen Peter van den Heuvel.

Während die Deutschland-Verantwortung durch Tony Aquila, den Eigner des amerikanischen Mutterkonzerns Solera, auf Ferdinand Moers übertragen wurde, setzte Aquila auch für die erweiterte Region NGAS (Netherlands, Germany, Austria, Switzerland) auf einen hoch erfahrenen Mann mit internationaler Audatex/Solera-Konzernerfahrung: Dr. Richard Nathschläger. Der gebürtige Österreicher zeichnet, ebenfalls in Personalunion, zusätzlich für die Geschäfte von Audatex in Niederlande, Österreich und der Schweiz verantwortlich.

"Gut, dass Du es geworden bist!"

Was den deutschen Markt anlangt, so war auch auf der jüngsten BGA-Tagung in Fürth immer wieder der Satz zu hören: "Gut, dass Du es geworden bist." Dieses von Kundenseite her klare Bekenntnis zur Person Moers resultierte, wie zu vernehmen war, aus der "Konstanz seiner Geschäftspolitik bei AUTOonline, welche stets transparent und verlässlich für uns war". So formulierten dies beispielsweise Karl Pfeifer (Westfälische Provinzial) und Uwe Dähn (SV-Sparkassen-Versicherung), die jeweiligen Vorsitzenden des Federführenden bzw. Technischen Ausschusses der BGA.

"Das Beste aus beiden Welten"

In seiner Begrüßungsrede vor den BGA-Versicherern wollte Moers denn auch die Frage "Quo vadis Audatex?" entsprechend aufklären. Insofern die beiden zur Solera-Group gehörenden Unternehmen Audatex und AUTOonline in der jüngsten Vergangenheit bereits eng verzahnt im Markt auftraten und "im Grunde dieselben Kunden" bedienten, nahm es nicht wunder, als Moers, der jetzt Geschäftsführer beider Unternehmen ist, von einer "noch stärkeren Synergienutzung" sprach, welche "zugunsten unserer Kunden deutlich in den Vordergrund rücken" würden. "Lerneffekte auf beiden Seiten" sollen allen Kunden zugute kommen, die deshalb künftig "das Beste aus beiden Welten" erwarten dürften.

Innovationen und Service sollen die Pole position absichern

"Wir wollen Ihnen nicht einzeln isolierte Produkte, sondern ganzheitliche Prozesse mit klarer Hinorientierung zum Service bieten", versprach Moers. In die Zukunft gehen möchte er mit Audatex auch durch "profitable Innovationen". Noch deutlicher formuliert hieß dies: "Audatex muss wieder der unangefochtene Business-Treiber Nummer Eins im Markt sein, muss profitable und innovative Produkte auf dem Markt implementieren und dadurch das Vertrauen seiner Kunden nachhaltig stärken und sichern."

Das neue Führungsteam von Audatex Deutschland

Um all diese Vorgaben rasch in die Realität umzusetzen, baute Moers u.a. sein Führungsteam in Deutschland um und hat die Verantwortlichkeiten wie folgt neu geregelt: Karsten Schmitt zeichnet für Vertrieb verantwortlich, Thorsten Böhm für das Produktmanagement, Erik Jahn für den Customer Service, Andreas Brähler für Finanzen und Audrey Rivier für Marketing und Kommunikation. "Das Management-Team wurde insgesamt deutlich verkleinert und teilweise sind auch einige bisherige Mitarbeiter nicht mehr dabei", resümierte Moers.

Stumm neuer Vertriebschef von AUTOonline

Um sich seinen Aufgaben als Geschäftsführer von Audatex Deutschland und AUTOonline intensiv widmen zu können, habe er inzwischen die Vertriebsverantwortung in Neuss abgegeben an den in der Branche ebenfalls bestens bekannten Florian F. Stumm. Kai Müller, der bei AUTOonline langjähriger IT-Chef ist und bereits seit geraumer Zeit zusammen mit Moers die Geschäfte der Restwertbörse führt, zeichne inzwischen für die IT-Entwicklung der gesamten NGAS-Region von AUTOonline verantwortlich.

"UCS wird mit Audatex verschmolzen"

"Auf mittlere Sicht", wie es Ferdinand Moers formulierte, werde auch das Schweinfurter Unternehmen UCS GmbH (Universal Consulting Software) mit der Audatex GmbH verschmolzen und in diesem Zusammenhang der reine Verwaltungssitz Schweinfurt aufgegeben. Die UCS wurde bereits vor einigen Jahren vom früheren Eigentümer und Gründer Dr. Hanns Pfriem verkauft und in den Audatex/Solera-Konzern eingebunden. Die Weiterentwicklung insbesondere der für freie Karosserie- und Lackierwerkstätten relevanten Software Carisma wurde zuletzt schon durch Audatex betrieben (wir berichteten).

"Informationsflut erfordert Systemunterstützung und Spezialisten"

Im ersten Fachvortrag der BGA-Tagung befassten sich anschließend Lars Klußmeyer und Paul Dingemans mit Trends und Entwicklungen der Zukunft sowie deren Auswirken auf das Schadenbusiness. Die Referenten gaben dazu auch die entsprechenden Produkt- und Dienstleistungs- relevanten Antworten von Audatex-Seite.

"Die Informationsflut und -vielfalt wird für Versicherer, Sachverständige und Reparateure noch erheblich zunehmen. Diese wird künftig nur mit der richtigen Systemunterstützung und Spezialisierung noch beherrschbar sein", lautete eine der Kernthesen der beiden Audatex-Manager. Alleine die stark zunehmende Mobilität und die wachsenden Modellreihen (Beinahe-Verdoppelung von 1995 bis 2015) werden im Pkw-Markt bleibende Herausforderungen sein.

Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in der Automobilindustrie würden indes auch getrieben durch das Käuferverhalten, den Zwang zu weiteren Kraftstoff-Verbrauchsreduktionen sowie zur Nachhaltigkeit im Automobilbau generell.

Klußmeyer und Dingemans zeigten auf, welche Herausforderungen aus dem künftigen Automobilbau auf alle Beteiligten auch im Schadenregulierungsprozess noch zukommen werden. Einige Stichworte dazu: Neue Antriebe und Reifentechnologien, neue Werkstoffe wie etwa carbonfaserverstärkter Kunststoff und Werkstoff-Mix aus verschiedensten Materialien, Motoren-Downsizing, weitere Zunahme an Fahrerassistenzsystemen, EU-geregelte Ausstattungspflichten und Vieles mehr.

Automatisierung und Industrialisierung werden zunehmen

Der Individualisierung und dem fortschreitenden Ausbau auch der Datenentwicklung könne man im Unfallschadenregulierungsprozess über kurz oder lang deshalb auch nur durch "höhere Automatisierung und Industrialisierung" begegnen, war sich Paul Dingemans sicher. Von Audatex-Seite reagiere man auf die wachsende Komplexität u.a. mit vierfarbigen 3D-Grafiken und einer möglichst lückenlosen VIN-Abdeckung aller Modelle und Baureihen. Die Zukunft sahen Dingemans und Klußmeier nicht zuletzt in einer sogenannten "iPad-Kalkulation", mit der Sachverständige eine sinnvolle Unterstützung immer dabei hätten und überall inklusive dem Fotodienst "komplett mobil" seien.

Auch Elektronik-Prüfungen gehören zum Service-Dienstleistungsangebot, das in der BGA-Tagung durch Geschäftsführer Ferdinand Moers als besonders kundenorientiert gewürdigt wurde. Wenn beispielsweise nach zuvor erfolgter Unfallreparatur der Airbag nicht funktioniere und sich die Frage aufdrängt, was zu tun sei, könne die genannte Elektronikprüfung eine sinnvolle Lösung zur klaren Beantwortung der Frage sein.

"Telematik kann Kräfteverhältnisse verändern"

Als einen Trend erkannten die beiden Referenten zudem eine "mögliche Verschiebung der Kräfteverhältnisse" von Versichererseite in Richtung der Automonilindustrie, wenn zukünftig "Telematik-Systeme zur gängigen Ausstattung eines Fahrzeuges gehören". Weitere Themen waren u.a. die anhaltende Liberalisierung des Ersatzteilmarktes oder auch die Absicherung des Ertragbringers After Sales in den Betrieben.

Regelwerk zur AbschleppStory steht

Unter der Leitung von Audatex-Vertriebsleiter Karsten Schmitt befasste sich das Plenum danach mit der "AbschleppStory", bei der inhaltlich gemeinsam mit dem Bundesverband der Bergungs- und Abschleppunternehmen e.V. (VBA) ein Regelwerk aufgestellt und zusammen mit einigen Versicherern bereits erfolgreich getestet wurde. Seitens des Kölner Versicherers DEVK gab Peter Boecker, Abteilungsleiter Kraftfahrtschaden, einen entsprechenden und sehr detaillierten Erfahrungsbericht ab.

Ausschussarbeit

Am zweiten Tag der BGA-Sitzung in Fürth gaben Karl Pfeier und Uwe Dähn ihre Berichte zu den von ihnen geführten Gremien, dem Federführenden Ausschuss (FFA) bzw. Technischen Ausschuss (TA). Matthias Wellenbrink stellte danach die Tätigkeit des Produktausschusses vor, ehe Thorsten Böhm neueste Einblicke in die Fahrzeugelektronik und deren Prüfung zuließ sowie bei dieser Gelegenheit mit AudaCheck auch ein neues Produkt aus Minden vorstellte.

Frank Behrens referierte zu Prozessanpassungen und Weiterentwicklung beim VALUEpilot. Den Vortragsabschluss schließlich bildete Gabi Mescheder mit ihrem Referat zum Produkt AudaInsight. (wkp)

Copyright © 1998 - 2012 AUTOHAUS online, (Foto: Walter K. Pfauntsch)

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